Als Matthias Reuter vor kurzem beim Augenarzt anrief, sagte die gut gelaunte Sprechstundenhilfe ihm folgendes: „Hahaha. Ja, die ganzen 70er-Jahrgänge, die gehen jetzt alle kaputt.“ Sie muss es wissen. Sie vergibt die Termine. Matthias Reuter ist von 1976, aber er hält sich weiterhin für reparabel. Darum geht er wieder auf die Bühne und präsentiert neue Songs und mutmachendes Musikkabarett mit Fluchtreflexen. Lachen oder Laufen? Bei Reuter wird der Wunsch zu laufen größer. Denn nichts passt für ihn mehr zusammen: die Nachrichten werden schlechter, aber das Zeitungs-Abo trotzdem teurer. Wenn Technik-Milliardäre die Welt regieren, wieso fühlt sich dann alles trotzdem so nach Steinzeit an? Bei Matthias Reuter sitzt der Faustkeil nicht so locker. Darum bleibt für ihn nur die Flucht in den Humor. Und so begibt er sich auf die Suche nach Möglichkeiten, die heutige Welt nicht so wichtig zu nehmen, wie sie es gerne hätte. Denn nur wer die Lage nicht zu ernst nimmt, der ist dem Ernst der Lage noch gewachsen. Das ist das Motto. Sagt auch die Sprechstundenhilfe. Und darum gilt ab jetzt für alle Generationen: Runter von der Couch und ab ins Kabarett! Termine dafür sind auch viel einfacher zu bekommen als beim Augenarzt.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Einlass in den Fernöstlichen Garten ist ab 18.45 Uhr. Tickets kosten einheitlich 15 Euro. Für Inhaber der Park-Karte 2026 kosten die Tickets 5 Euro. Die Karten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Es werden Getränke und eine kleine Auswahl an Nudelgerichten angeboten.

