Die Müllers02

Station 02

Von Klappern bis Mahlen


Klappern gehört zum Handwerk

… so sagt man. Und wirklich, in und an einer Mühle klappert es überall. Das Wasserrad außen macht Geräusche, wenn das Wasser von oben darauf fällt. Und im Innerem der Mühle klappert die Gerätschaften wie Mahlwerk, Separator, Elevator.

Und wenn es mal nicht klappert?

Dann hat der Müller Feierabend oder die Mühle hat einen Schaden, der behoben werden muss. Es kann aber auch sein, dass zu wenig Wasser im Mühlenteich ist. Dann darf sich das Wasserrad nicht drehen, damit Pflanzen und Tiere im Teich nicht gefährdet sind. Für einen Müller war das keine gute Zeit. Er konnte seinen Beruf nicht ausüben, kein Mehl mahlen und somit auch kein Geld verdienen. Er hatte unfreiwillig einen Urlaubstag.


  • Technik in einer Mühle – Zahn in Zahn

    Es macht viel Arbeit, damit man genug Mehl zum Backen bekommt. Der Bauer sät und erntet das Getreide – der Müller mahlt das Korn zu Mehl. Das macht er mit seiner Mühle.

    Heute machen das riesengroße Maschinen in Fabriken. Früher musste das von Hand gemacht werden und dauerte ewig – oder man hatte das Glück, dass es eine Mühle in der Nähe gab.

    In den Mühlen war viel Technik verbaut: Zahnräder, Achsen, Riemen, Mahlsteine usw. Alles war schlau angelegt und klapperte tagein tagaus. Damit die Mühle stetig in Bewegung bleiben konnte, benötigte sie Kraft. Die bekam sie entweder vom Wind oder auch vom Wasser. Diese Kraft (Energie) hat die Technik im Gebäude genutzt, um den Menschen viel Arbeit abzunehmen.

    Im Park haben wir eine Wassermühle. Das Wasser des Mühlenteichs „fällt“ von oben auf das Mühlrad – es ist ein oberschlächtiges Wasserrad. Bei anderen Mühlen steht der untere Teil des Rades im Bach oder Fluss und das Wasser dreht das unterschlächtige Wasserrad kraftvoll in Fließrichtung. 

  • Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp... (Liedtext)

    Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp.
    Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp klapp.
    Er mahlet uns Korn zu dem kräftigen Brot,
    und haben wir solches, so hat's keine Not.
    Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

    Flink laufen die Räder und drehen den Stein, klipp klapp,
    und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein, klipp klapp.
    Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
    der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
    Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

    Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt, klipp klapp,
    die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp klapp.
    Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,
    so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
    Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

    Dieses Lied ist ein sehr altes Volkslied. Den Text hat Ernst Anschütz 1824 geschrieben. Die Melodie gibt es vermutlich noch länger – sie ähnelt dem Lied „Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus“ – und das stammt aus der Zeit um 1770. (Quelle: Wikipedia)